215.0   Anwendung der Schmieröle

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Für die richtige Anwendung von Motor- und Getriebeölen im MB Fahrzeugen ist die Beachtung folgender Punkte wichtig:
  1. MB Spezifikation des Motor-/Getriebeöls

  2. SAE-Klasse (Viskosität)

  3. Maximales Ölwechselintervall

  1. MB Spezifikation des Motoröls

    Grundsätzlich sind für den Einsatz in MB Fahrzeugen nur Motoröle oder Getriebeöle mit MB-Freigabe zugelassen. Die MB-Freigabe ist über die auf dem Gebinde angegebene MB-Spezifikation (z. B. 229.3 oder 229.51) erkenntlich.

    Die für ein MB-Fahrzeug zugelassenen Motoröl- und Getriebeölspezifikationen sind der Betriebsanleitung oder MB-Blättern 223.2 bzw. 231.3 zu entnehmen.

  2. SAE-Klasse (Viskosität)

    Die SAE-Klassen (Übersicht siehe Blatt 211.0) spezifizieren die Viskositätseigenschaften des Schmieröls. Durch Angabe der SAE-Klasse ist die Viskosität bei tiefen und bei hohen Temperaturen definiert.

    Die vorgeschriebenen SAE-Klassen, wie in den MB-Blättern 224.1/224.2 und 231.1/.2/.3 angegeben, sind zu beachten.

  3. Maximales Ölwechselintervall

    Im Betrieb wird die Qualität des Schmieröles kontinuierlich vermindert. Je belastender die Betriebsbedingungen für das Motoröl sind (insbesondere hohe Temperaturen und hoher Kraftstoffeintrag), desto schneller erfolgt die Abnahme der Ölqualität.

    Ein modernes Motoröl besteht aus einem hochkomplexen Gemisch aus Grundöl und Additiven. Additive sind öllösliche Zusätze für Fress- und Verschleißschutz, zur Neutralisation saurer Verbrennungsprodukte und zur Verhinderung von Schlamm und Ablagerungen, um nur einige Beispiele zu nennen.

    Im laufenden Betrieb bauen sich die Additive ab. Ebenso unterliegt das Grundöl einer kontinuierlichen chemischen Alterung. Dies begrenzt die Lebensdauer des Motoröls. Die Leistungsgrenzen sind in den vorgeschriebenen Ölwechselintervallen berücksichtigt.

    Die in der Betriebsanleitung des Fahrzeugs angegeben maximalen Ölwechselintervalle sind daher unbedingt einzuhalten.