111.0   Kennzeichnung von Kraftstoffen

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Die eindeutige Identifizierung der Kraftstoffe an den Zapfsäulen ist für den Endverbraucher sehr wichtig, um eine Fehlbetankung und dadurch entstehende Gefahren und Schäden zu vermeiden.

Die europäischen Kraftstoffnormen schreiben keine verbindliche Kennzeichnung der Kraftstoffspezifikation an der Zapfsäule vor.

In Deutschland gibt es eine ausreichende Kennzeichnung, die in der 10. BImschV geregelt ist. Nachfolgende Qualitätskennzeichnungen müssen an den Zapfsäulen sowie an der Tankstelle deutlich sichtbar gemacht werden (Durchmesser 85-100 mm).

Kennzeichnung von Ottokraftstoffen in Deutschland

Kennzeichnungsetikette für schwefelfreien Ottokraftstoff gemäß DIN EN 228 mit einer maximalen Sauerstoffkonzentration von 2,7 Massenprozent und einem maximalen Ethanolgehalt von 5 Volumenprozent. An den Zapfsäulen ist zusätzlich der Hinweis „Enthält bis zu 5 % Bioethanol“ deutlich sichtbar anzubringen.
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Kennzeichnungsetikette für schwefelfreien Ottokraftstoff gemäß DIN EN 228, dessen Sauerstoffkonzentration 2,7 Massenprozent oder dessen Ethanolgehalt 5 Volumenprozent überschreiten kann. An den Zapfsäulen sind zusätzlich die Hinweise „Enthält bis zu 10 % Bioethanol“ und „Verträgt Ihr Fahrzeug E10? Herstellerinformation einholen! Im Zweifel Super oder Super Plus tanken!“ deutlich sichtbar anzubringen.

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Kennzeichnung von Dieselkraftstoffen in Deutschland

Kennzeichnungsetikett für Dieselkraftstoff, der den Anforderungen der DIN EN 590 entspricht. An den Zapfsäulen ist zusätzlich der Hinweis „Enthält bis zu 7 % Biodiesel“ deutlich sichtbar anzubringen.
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Kennzeichnung von reinem Fettsäuremethylester (Biodiesel) in Deutschland

Kennzeichnungsetikett für Fettsäuremethylester (Biodiesel/B100) für Dieselmotoren, die den Anforderungen der DIN EN 14214 genügen.

Es gibt auch Kennzeichnungen für Ethanol (E85), Flüssiggas (LPG) und Erdgas (CNG).

Kennzeichnung der Fahrzeugkompatibilität in Europa

Durch eine weitere Kennzeichnung gemäß EN 16942 sollen dem Fahrer bei der Ankunft an der Tankeinrichtung die Informationen zur Verfügung gestellt werden, die notwendig sind, die Kompatibilität zwischen Fahrzeug und Kraftstoff darzustellen, um Fehlbetankungen zu vermeiden. Die Umsetzung erfolgt voraussichtlich bis 10/2018 und ist für alle EU-Mitgliedsstaaten, EFTA-Mitgliedsstaaten, Mazedonien und die Türkei verpflichtend.

Die Kennzeichnung muss auf dem Zapfventil und der Zapfsäule angebracht werden. Im Fahrzeug befindet sich das Kennzeichnungsetikett an der Innenseite der Tankklappe und in der Bedienungsanleitung.

Folgende Symbole sind hierfür definiert:
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Ottokraftstoff mit einem Ethanolgehalt von maximal 5, 10 oder 85 Volumenprozent


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Dieselkraftstoff mit einem Gehalt von maximal 7, 10, 20 oder 30 Volumenprozent Fettsäuremethylester (Biodiesel)


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Kennzeichnung für reinen Fettsäuremethylester (Biodiesel)

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Kennzeichnung für reinen paraffinischen Kraftstoff

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Kennzeichnung für gasförmige Kraftstoffe:

Komprimiertes Erdgas (CNG), Wasserstoff (H2), verflüssigtes Erdgas (LNG) und Flüssiggas (LPG).